
Bei den Exkursionen sollten u.a. Projekte zu den Themen Wohnungsneubau und Bestandsentwicklung vorgestellt werden. In Mülheim an der Ruhr sind es vielfach kleinere Projektgebiete, bei denen durch Umnutzung, Abriss und Neubau sowie Nachverdichtung eine qualitätvolle Quartiersentwicklung betrieben wird.
Vorgestellt wurden drei Wohnbauprojekte der Mülheimer Wohnungsbau Baubetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft:
Als weiteres Projekt wurde der Umbau des Technischen Rathauses vorgestellt. Im Jahr 2000 stellte sich hier die Frage, ob ein 20 Stockwerke aufragendes Hochhaus, das nur noch zu 46 % belegt war, abgerissen werden sollte oder ob sich eine Umnutzung lohnen könnte. Heute arbeiten rund 420 Personen im Gebäude, die vorher an sieben verschiedenen Standorten tätig waren. Mit dieser Konzentration erreichte man eine Verkürzung der Postwege sowie Akten- und Personenkilometer.
Durch die baulichen Sanierungsmaßnahmen (u.a. umfangreiche Wärmedämmungsmaßnahmen, Einbau von Wärmeschutzverglasung) konnten gegenüber der vorherigen Nutzung als Wohngebäude rund 600 MWh Heizenergie eingespart werden, was allein rund 157t CO² pro Jahr entspricht. Wärme und Strom kommen aus einer hocheffizienten Erdgas Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage der städtischen Energiedienstleistungs-gesellschaft, was im Vergleich zum Mix bundesdeutscher Kraftwerke weitere 152t CO² spart.
Der Einbau von effizienter Beleuchtung mit präsenzabhängiger Beleuchtungssteuerung bei den Verkehrsflächen sowie die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 250 m² an der Südfassade mit einer Gesamtleistung von 32 Kilowatt-Peak runden das Gesamtkonzept ab.
Vorstellungen des Baugebietes Klöttschen und des Projektgebietes Ruhrbania / Ruhrpromenade rundeten den Mülheimer Teil der Exkursion ab.
Beitrag als PDF-Datei herunterladen